Über mich

Mag.a Doris Getreuer

 

Diplompädagogin
Montessoripädagogin
Diplomierte Legasthenietrainerin
Grundausbildung in Transaktionsanalyse
Studium der Pädagogik & Soziologie an der UNI Wien
Trainerin für Erwachsenenbildung
Spirituelle Künstlerin

Ich bin eine Seelenstreichlerin.

Mag.a Doris Getreuer
Mag.a Doris Getreuer

Was ist eigentlich passiert, als ich mich verliebte? Die Antwort darauf fand ich weder in seinen Armen noch beim prickelnden Blick in seine Augen. Solche Momente sind wohl die falschen für einen klaren Verstand. In ganz anderen Situationen gingen mir reihenweise die Lichter auf und ich begriff: Bevor ich spüre, jemanden zu lieben, schleicht sich Wertschätzung bei mir ein. Manchmal bewundere ich einen Menschen geradezu wegen so mancher geschätzter Eigenschaften.

 

Wertschätzung ist – so könnte man sagen – die Sehne, die Amors Pfeil abschießt und ihn im rasanten Flug ins Ziel treffen lässt. Aber was ist es, was wir an anderen Menschen so sehr schätzen, dass wir es lieben können? Auf diese Frage gibt es mehr Antworten als Menschen auf der Erde. Leichter ist zu sagen, wann wir uns nur schwer beziehungsweise nicht verlieben können. Nämlich dann, wenn wir in einem anderen Menschen genau jene Eigenschaften erkennen, die wir selbst haben und nicht ausstehen können.

 

Am liebsten würde ich es gar nicht sehen.

Einer, der meine ungeliebten Seiten spiegelt, setzt regelrecht in Szene, was ich am liebsten gar nicht sehen würde. Und das kann schmerzen. Als Sängerin bringe ich das Thema in einem meiner Lieder auf den Punkt. Dort heißt es: „Alles, was dich an mir stört, ist das, was zu dir gehört.“

Doch manches, was ich an mir selbst nicht mag, würden andere niemals kritisieren. Und zwar nicht, weil sie so höflich sind, sondern weil sie genau diese Eigenschaften an mir schätzen und womöglich lieben.

 

Darum beneiden sie mich.

Aber wie schaffen die das, ausgerechnet jene Seiten an mir zu lieben, die ich nicht mag? Ganz einfach. Erstens, weil sie mich nicht mit meinen sondern ihren Augen und Wertvorstellungen sehen. Zweitens, weil sie sich kaum vorstellen können, wie ich unter dieser oder jener Schwäche leide. Sie sehen viel klarer ihre eigenen vermeintlichen Schrammen und bewundern oder beneiden mich darum, dass ich sie nicht habe.

Was lernen wir daraus? Dass es vertane Zeit ist, mit den Augen auf eigenen Unzulänglichkeiten zu kleben. Das kostet Energie. Und das bedeutet, es schwächt uns so, dass wir irgendwann kaum noch Sinn für die Nöte, Sorgen und Schwächen anderer haben. Dermaßen geschwächt geht es uns bald nur noch darum, uns selbst gut zu tun. Und so betrachtet stelle ich fest: Egoismus entsteht aus Mangel an Selbstliebe.

 

So bekomme ich Platz in Kopf und Seele.

Wenn ich es schaffe, mich – so wie ich bin – wertzuschätzen und lieb zu haben, spüre ich nicht nur Kraft. Da meine Gedanken nicht mehr ständig darauf aus sind, mir endlich selbst Wohltat zu verschaffen, bekomme ich Platz in Kopf und Seele für die, die mich umgeben. Und wie sich solche Freiräume in Kopf und Seele auswirken, habe ich in meinem Beruf als Pädagogin gelernt und begriffen. Wer nämlich einem Schüler Inhalte vermitteln will, schafft das erfolgreicher, wenn er ihm gleichzeitig vermittelt, dass er offen für ihn ist. Dass er ihn wertschätzt, so wie er ist – trotz seiner Mathe-, Deutsch- oder Physikschwäche.

Dem christlichen Appell „LIEBE deinen Nächsten wie DICH SELBST!“ folgen allerdings erst dann bemerkenswerte Taten, wenn ich mit mir selbst so im Reinen bin, dass ich mich tatsächlich lieben kann. Und zwar mit allen (scheinbaren) Macken.

 

Was Selbstliebe aus uns macht.

Meine Aufgabe ist es, Menschen auf ihrem Weg zu ihrer Selbstliebe zu begleiten. Ich erkenne dies als meine Aufgabe durch den Weg, den ich beruflich gegangen bin und der mich persönlich geprägt hat. Auf all diesen Wegen sammelte ich Impulse. Sei es als Diplompädagogin, als Montessorilehrerin, als Legasthenietrainerin, im Pädagogik- und Soziologiestudium, in der Transaktionsanalyse und auch in meinen Auftritten als Sängerin. Mit den Impulsen, die ich bekam, begriff ich, dass es stimmt, was der Freund Voltaires, Claude-Adrien Helvetius einst sagte:

Die Selbstliebe macht uns ganz und gar zu dem, was wir sind.

Ich begleite Dich/Sie dabei, es zu werden.

Doris Getreuer